Osser über das Himmelreich:

Tourdatum: 16.02.2008
Tourpartner: ---

Tabellenbild 3 Stunden Tabellenbild 2 Stunden
Tabellenbild 700 Höhenmeter Tabellenbild Herrliche Winterwanderung auf das "Matterhorn der Bayerischen Waldes"

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Himmelreich Kapelle Mariahilf

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Kurzinfo:

Region: Bayerischer Wald
Tourenart: Bergtour
Erreichte Gipfel: Osser 1293 m
Dauer: Parkplatz Lamer Marktplatz - Mariahilf Kapelle 45 Minuten
Mariahilf Kapelle - Kleiner Osser 1 1/2 Stunden
Kleiner Osser - Großer Osser 1/2 Stunde
Großer Osser - Parkplatz Lam 2 Stunden
Insgesamt ca. 5 Stunden
Talort Höhe: 560 Hm
Höhenunterschied: Großer Osser: 700 Hm
Lage: Nordwestseite
Beste Jahreszeit: ganzjährig (Winter eventuell mit Schneeschuhen)

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Blauer Himmel "Spinner"

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Tourenbericht Februar 2008 von Winkl:

Bild

Herrlich

 

Gleich früh fuhren wir nach Lam. Ausgangspunkt unserer Wanderung auf den Osser, dem "Matterhorn des Bayerischen Waldes", war der Marktplatz in Lam. Von dort gingen wir in Richtung Jugendherberge. Links zweigt der Weg über Wiesen ab zum Himmelreich. Steil nach oben geht es durch einen Waldweg hinauf zur Kapelle Mariahilf, die wir auch von innen besichtigten. Links am Gasthaus vorbei wanderten wir auf dem Weg L1 aufwärts zum Ossersattel. Der Weg war sehr vereist, was uns den Aufstieg schon sehr erschwerte. Der Sattel ist als Parkplatz umfunktioniert worden. Wir gingen aber weiter den steileren Weg zum kleinen Osser. Wir erreichten zuerst die Osserwiese, von wo aus wir schon eine herrliche Aussicht auf den Arber, den bayerischen und den Böhmerwald hatten. Ein paar Meter ging es durch den doch schon relativ hohen Schnee hinauf zum kleinen Osser, wo uns ein eiskalter Wind ins Gesicht wehte. Wir fanden eine Bergwachtgedenktafel, ein Gipfelbuch und eine herrliche Panoramasicht nach Süden. Abwärts ging es dann weiter bis zur Künischen Kapelle. Dort mussten wir dann noch den Anstieg auf den großen Osser, vorbei an der Schutzhütte, bewältigen. Hier wehte der Wind eisig. Das Osserschutzhaus war natürlich um diese Jahreszeit geschlossen. Wir hatten eine wunderbare Aussicht, die wir aber wegen der großen Kälte nicht sehr lange genossen. Wir machten uns wieder an den Abstieg zur Künischen Kapelle, von wo aus wir über den Osserwald Richtung Thürnstein wanderten. Auch hier waren die Wege ziemlich vereist und rutschig. Der Weg führte uns über Forststraßen und Wiesen, vorbei am Hochseilgarten, wieder zurück nach Lam. Insgesamt waren wir 5 Stunden unterwegs und mussten 750 Höhenmeter überwinden.
Fazit:
Wunderschöne Winterwanderung die etwas Kondition erfordert (700 Höhenmeter). Man wird aber mit herrlichem Rundblick belohnt.

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"Klettermaxe" Aufstieg zum kleinen Osser 1266 Meter

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Anforderung:

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Klasse Wetter

 

Charakter: Wanderung die etwas Kondition erfordert und im Gipfelbereich alpinen Charakter hat. Mittelschwere Rundwanderung mit 700 Höhenmeter Aufstieg.
Ausrüstung:
normale Wanderausrüstung

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Blick vom kleinen Osser zum Großen Auf dem kleinen Osser

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Anreise/Zufahrt:

Von München aus über die A92 (bzw. von Regensburg oder Passau aus über die A3), Ausfahrt Deggendorf. Ab Ende der Autobahn durch die Tunnelanlage in Deggendorf der Ausschilderung "Fernverkehr" B11 bzw E55 folgen. Der Hauptstraße über Deggendorf Nord in Richtung Vichtach folgen. Nach ca. 20 km nach Patersdorf und Teisnach rechts abfahren. Weiter Richtung Grafenried, Drachselried. Nach Arnbruck einbiegen. In Arnbruck sehen Sie dann ein Staßenschild das Sie nach Lam führt. Von Arnbruck über Arrach nach Lam.

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Tourenbeschreibung:

Aufstieg: Vom Lamer Marktplatz (560 m ü. d. M.) geht es über die Lambacher Strasse hinauf bis zum Jugendherbergsweg, dem man, der E6-Markierung (grünes Dreieck auf weissem Grund) folgend, hinaufgeht. Kurze Zeit später gelangt man ein Waldstück durchquerend, auf eine Wiesenfläche, die den Blick auf Lam und den Lamer Winkel freigibt. Es gilt nun ca. 700 Höhenmeter bis zum Gipfel des Grossen Osser zu überwinden. Neben der E6-Markierung begleitet die L1/L3-Markierung. Durch den Wald hinauf ist der erste Punkt nach 30 Minuten die Mariahilf-Kapelle (814 m ü. d. M.) mit Bergrestaurant, mitten im Wald. Hinter der Kapelle folgt man kurz einem Forstweg, ehe es wieder einen Waldweg hinaufgeht. Man passiert den Parkplatz "Auf dem Sattel" und steigt weiter bergan durch den Wald. An einer Gabelung kann man entweder gleich weiter zum Grossen Osser oder rechts hinauf einen Umweg über den Kleinen Osser machen. Den Wald verlassend geht es über die Osserwiese weiter hinauf. Der Weg führt knapp unterhalb des Kleinen Osser (1266 m ü. d. M.) entlang. Will man zum Gipfelkreuz des Kleinen Osser bleibt eine kleine Kletterpartie nicht aus. Dafür entschädigen einzigartige Rundblicke auf den Bayerischen Wald und den gegenüberliegenden Grossen Osser. Zurück auf den Pfad gelangt man im Abstieg und Aufstieg in einer halben Stunde zum Grossen Osser. Man folgt immer der E6-Markierung bzw. dem L1/L3-Zeichen. Oben auf dem Grossen Osser (1293 m ü. d. M.) liegt die Grenze zur Tschechischen Republik. Grossartige Rundblicke in den Bayerischen Wald, den Böhmerwald und auf den Kleinen Osser eröffnen sich. Einkehrmöglichkeit besteht.
Abstieg: Nach fast 3 Stunden Aufstieg folgt nun der Abstieg nach Lohberg und wieder zurück nach Lam. (immer Beschilderung folgen)
Info: Der Osser ist ein Grenzberg zwischen Deutschland und Tschechien, im Bayerischen Wald bzw. Böhmerwald gelegen und zum Künischen Gebirge gehörend. Man unterscheidet zwischen dem unmittelbar an der Grenze gelegenen Großen Osser (1293 m) und dem westlich davon ganz in Bayern gelegenen Kleinen Osser (1266 m). Beide Gipfel gelten wegen ihrer spitzen Form als einzigartig im Bayerischen Wald. Sie prägen die Kulisse des Lamer Winkels, der von den Orten Arrach, Lam und Lohberg gebildet wird. Die Tschechen bezeichnen den Osser auch liebevoll als „Brüste der Mutter Gottes“. Von den Einheimischen wird der Hausberg von Lam gern auch das „Matterhorn des Bayerwaldes“ genannt. Am Gipfel des Großen Ossers befindet sich die in Bayern unmittelbar an der Grenze gelegene Osserschutzhütte „Haus Willmann“ des Bayerischen Wald-Vereins, die während der Sommermonate bewirtschaftet wird und auch Übernachtungsmöglichkeiten anbietet. Die spitze Form des unmittelbar angrenzenden auf deutscher Seite gelegenen Gipfels bedingt, dass man die letzten ca. 50 Höhenmeter leicht kletternd zurücklegen muss. Da der Osser einer der schönsten Aussichtsberge im gesamten Bayerischen Wald ist, wird er an schönen Sommerwochenenden von deutschen und tschechischen Wanderern sowie von Touristen stark frequentiert. Vom Gipfelkreuz aus hat man einen weiten Blick nach Tschechien über den Böhmerwald, zum nahen Arber und bei guter Fernsicht sogar bis in die Alpen. Zum Osser führen verschiedene Wanderwege, die allerdings Trittsicherheit erfordern. Ausgangspunkte sind Lohberg, Silbersbach, Lam, Sattelparkplatz oder Lambach. Sämtliche Wege sind steil, steinig und damit relativ anstrengend.

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Tabellenbild Tabellenbild
Blick zum großen Osser Auf dem Gipfel

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Einkehrmöglichkeit:

Osserschutzhaus: 40 Matratzenlager, warme Küche, Öffnungszeiten: 1.4.-30.10.
Mariahilf-Kapelle (814 m ü. d. M.) mit Bergrestaurant

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Weblinks:

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Google Maps:

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Tabellenbild Tabellenbild
Blick von der Diensthütte Der große Osser (1293 Meter)
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