Schnalsberg 3004 m:

Tourdatum: 19.10.2014
Tourpartner: Brigitte und Emma Wanderung im Pfossental, Gipfel Solotour

Tabellenbild 2 1/2 Stunden Tabellenbild 2 Stunden
Tabellenbild 1500 Höhenmeter Tabellenbild bis zur Stettiner Hütte leichter Aufstieg, dann vereiste Plattenkletterei

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Lauf ab Vorderkaser im Pfossental:

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Kurzinfo:

Region: Texelgruppe
Tourenart: Berglauf
Erreichte Gipfel: Schnalsberg 3004 m
Dauer: Parkplatz Vorderkaser - Schnalsberg 2 1/2 Stunden
Gipfel - Vorderkaser 2 Stunden
Gesamt 4 1/2 Stunden
Talort Höhe: 1600 Hm
Höhenunterschied: Gipfel 1500 Hm
Lage: Nordwestseite
Beste Jahreszeit: Juli bis September

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Lauf zum Eisjöchl 2895 m:

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Tourenbericht Oktober 2014 von Winkl:

Bild

Wegweiser zur Hohen Weiße

 

Diesmal wollte ich einen Dreitausender Lauftechnisch bezwingen. Ins Auge hatte ich die Hohe Weiße mit 3278 m gefasst. Gesagt getan, nach dem gemütlichem Frühstück fuhren Brigitte, Emma und ich in Richtung Naturns und bogen dann ins Schnalstal ab. Von hier ging es dann ins wunderschöne Pfossental bis zum Vorderkaserparkplatz auf 1650 m. Brigitte und Emma machten es sich erstmal in einem gemütlichen Berggasthof bequem und ich startete meinen Berglauf. Es ging gleich mal immer wieder relativ steil einen Almweg nach oben. Es waren viele Wanderer unterwegs die mich schon etwas seltsam ansahen, als ich an ihnen bergauf vorbei lief. Relativ schnell ließ ich die ganzen Almhütten hinter mir und bewegte mich schon gut über 2000 m. Die Wanderer wurden immer weniger und die Berglandschaft mit den vielen Dreitausendern immer schöner. Nach der letzten Hütte, dem Eishof auf 2071 m, ging es die meiste Zeit über Serpentinen und Trails weiter nach oben bis zum Eisjöchl auf 2895 m. Von hier sah ich die Stettiner Hütte und das Pfelderer Tal. Leider hatte die Hütte schon geschlossen und ich musste mit meinem halben Liter Apfelschorle im Laufrucksack auskommen. Bis hierher hatte ich schon 12 Kilometer und 1300 Hm in 1h 50 min hinter mir gelassen. Ich musste wieder ein paar Höhenmeter bis zu einem kleinen See absteigen, wo ich ein Schild "Hohe Weiße" fand. Über einen kleinen kaum ersichtlichen und felsigen Pfad ging es zum Fuß des Berges. Ich hatte noch über 400 Hm vor mir. Zuerst ging es relativ leicht bergauf, da Steinmänner den Weg markierten, aber dann kam ich immer wieder in eine Sackgasse und es wurde steiler. Mir war dann klar das ich den Gipfel der extrem schneebedeckten Hohe Weiße nicht erreichen werde, da es mit Laufschuhen unmöglich war Halt zu finden. Trotzdem musste ein Dreitausender her. Auf der Karte war noch der Vorgipfel der Hohen Weiße eingezeichnet, der Schnalsberg mit seinen 3004 m. Ich versuchte also hier mein Glück. Auch hier fand ich immer wieder Sackgassen, aber trotzdem konnte ich mich über vereiste Platten nach oben quälen. Auch hier kämpfte ich mit meinen rutschenden Laufschuhen, bis ich dann am Gipfelgrad stand und eine Platz am Fels fand, wo ich mich mal etwas zittrig setzten konnte. Leider gab es kein Gipfelkreuz, aber das machte nichts. Jetzt musste ich wieder runter von dem vereisten Berg kommen. Auf allen Vieren stieg ich ab und war immer knapp am abrutschen. Trotzdem schaffte ich es, und war erleichtert wieder unten an der Stettiner Hütte angekommen zu sein. Von hier musste ich wieder zum Eisjöchl hoch und lief dann bis zum Eishof fast 1000 Höhenmeter abwärts, wo mich Brigitte und Emma empfingen. Ich genehmigte mir noch eine Siegerradler und wanderte dann mit den Beiden zum Parkplatz zurück. Insgesamt war ich 4 1/2 Stunden, bei 1500 Höhenmetern und 25 Kilometern unterwegs. Am Abend ließen wir den Tag bei einem gutem Film und einem Glaserl Wein ausklingen.
Fazit:
Hammer Berglauf mit wahnsinns Aussicht, Plattenkletterei, ein Dreitausender, aber leider nicht die Hohe Weiße !!

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Aufstieg zum Schnalsberg:

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Anforderung:

Charakter: langer Aufstieg bis zum Eisjöchl (lauftechnisch 1h 50 min), ab hier hochalpiner Charakter, teilweise Plattenkletterei
Ausrüstung:
normale Wanderausrüstung, ab Stettiner Hütte absolute Trittsicherheit und Schwindlfreiheit erforderlich

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Anreise/Zufahrt:

Ab Meran bis Naturns und dann ins Schnalstal abbiegen. Anfahrt nach Vorderkaser durch das äußere Schnalstal und von diesem abzweigend auf etwas steiler Straße in das Pfossental bis Ende der Straße und Parkplatz.

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Tourenbeschreibung:

Aufstieg: Meraner Höhenweg 8. Etappe bis Stettiner Hütte: Vom Vorderkaser, einer idyllischen Alm auf 1700 m ü.d.M., starten wir unsere Tagesetappe in Richtung Talschluss des urig-romantischen Pfossentales auf dem alten Militärweg Nr. 24, der sich mit dem Archäologischen Weg A8 deckt. Vorbei an der Rableid Alm (2.004 m ü.d.M.) geht es über einen breiten Wanderweg zum Eishof (2.081 m ü.d.M.), der nach etwa 2 km erreicht ist. Zu unserer Linken zieht der Schnalskamm mit der Roten Spitze (3.393 m ü.d.M.), der Fanatspitze (3.358 m ü.d.M.), der Karlesspitze (3.462 m ü.d.M.), der Falschungspitze (2.981 m ü.d.M.) und dem Bankkogel (3.311 m ü.d.M.) die Blicke auf sich, rechts hingegen reihen sich die hohen Gipfel der Texelgruppe aneinander. Hinter uns sind die Ausläufer der Schneefelder des Similaungletschers (3.599 m ü.d.M.) zu sehen.
Nach dem Eishof wandern wird weiter taleinwärts, die mächtige Hohe Wilde (3.482 m ü.d.M.) beherrscht die Gipfelkulisse am Talschluss des Pfossentales. Der breite Wanderweg führt durch einen Lärchenbestand, windet sich in nordöstliche Richtung und verwandelt sich dann in einen schmaleren Pfad. Der Weg wird steiler, und wir gewinnen an Höhe. Wir überqueren immer wieder den Pfossentalbach und wandern vorbei an kleinen Wasserfällen, die Sonne blinzelt uns entgegen. Blökende Schafe, meckernde Ziegen, muhende Kühe und das Rauschen des Wassers sind die einzigen Geräusche, die uns auf unserem Marsch durch die Naturidylle begleiten. Bald schon erreichen wir eine Wegkreuzung, wo wir in Richtung Eisjöchl (2.879 m ü.d.M.) wandern: Die Serpentinen, die zum höchsten Punkt dieser Etappe führen, sind schon zu sehen.
Die Hohe Weiße und die Kleine Weiße zu unserer Rechten scheinen zum Greifen nah, ihr Anblick erleichtert den steinigen Aufstieg zum Eisjöchl. Kurz vor Erreichen des höchsten Punktes, an einer Höhle, beginnt ein kurzer, etwas schwierigerer Teil. Hier überwinden wir einige Meter an Blockwerk mit Hand und Fuß. Dann ist es geschafft und der Blick Richtung Nordost öffnet sich - vor uns die Stettiner Hütte mit blaugrünem Gebirgssee, zu unserer linken die Hohe Wilde (3.481 m ü.d.M.), hinter uns das Pfossental in all seiner urigen Pracht. In einigen wenigen Metern bergab erreichen wir schliesslich die Schutzhütte auf einer Meereshöhe von 2.875 m. Ab hier geht es über Blockkletterei in Richtung Hohe Weiße.
Abstieg: Wie Aufstieg
Info: Heller Fels und Firn Die Hohe Weisse thront der Hohen Wilde gegenüber. Im östlichen Teil der Texelgruppe liegt dieser Kalkriese über den Orten rund um Meran.
Die Erstbesteigung hat der Salzburger Bergsteiger Ludwig Purtscheller am Ostersonntag im Jahre 1984 begangen. Geologisch betrachtet ist die Texelgruppe eine deutlich abgetrennte Bergwelt vom Hauptkamm der Ötztaler Alpen. Der Aufstieg erfolg meist von der Stettiner Hütten im Pfossental aus. Für den Bergwanderer am geeignetsten in der eisfreien Zeit im Hochsommer. Der Gipfel der Hohen Weisse ist 3281m hoch.

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Gipfel und Abstieg:

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Einkehrmöglichkeit:

Mitterkaser
Rableidalm
Eishof
Stettiner Hütte

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Weblinks:

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Google Maps:

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Wieder bei Brigitte und Emma:

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