Outdoor Winkls am Bleder See im Juli 2020
Datum: 17-22.07.2020
Tourpartner: Winkls
Übernachtung: Camping Bled Zeltplatz
Kosten Zeltplatz: 5 Nächte 225 Euro
Wetter: kurz Regen, leicht bewölkt, sonst sonnig bis 28 Grad
Touren/Ausflüge: Wanderung in der Vintgar Schlucht, Fahrt an die Adria zum Sandstrand in Portoroz und Stadtbesichtigung von Piran

Freitag: Fahrt durch Österreich bis zum Bleder See

Am Morgen packten wir noch unsere Siebensachen zusammen. Natürlich durfte unser neues Zelt von Outwell auch mit. Wir waren schon gespannt ob es hält was die Beschreibung verspricht :-)
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Das Zelt ist eine Dreiraum-Tunnelzeltkonstruktion. Der Aufbau ist sehr einfach, da nur drei Luftschläuche mit einer Pumpe aufgeblasen und die Leinen mit den Zeltheringen im Boden befestigt werden. Das Material ist strapazierfähig und hat eine Wassersäule von 4000 mm. Es gibt zwei Eingänge, wobei der regengeschützte Seiteneingang der optimalere ist. Es gibt zwei Schlafbereiche und einen Wohnbereich. Einen für die Zwerge und einen für die Eltern, wobei Emma bei mir schlafen wollte und Timi lieber neben der Mama lag :-) Auf jeden Fall fühlten wir uns wohl in dem geräumigen Zelt. Auch als es stürmte und aus allen Kübeln goss blieben wir trocken.
Ohne große Pausen fuhren wir durch Österreich bis Slowenien. Insgesamt benötigten wir ca. 6 Stunden für die 400 Kilometer. Der Bleder See liegt traumhaft in den Julischen Alpen, mit kleiner Insel und auch eine Burg thront auf einer Anhöhe am Ufer. Wir checkten im Camping Bled ein, das ich schon reserviert hatte. In Slowenien war Maskenpflicht wie in Deutschland. In Sachen Corona Virus fühlt man sich hier relativ sicher. Die Sanitären Anlagen, waren wie der gesamte Campingplatz, ebenfalls super sauber und neu. Wir fanden einen gemütlichen Platz, wo wir unser Zelt aufbauen konnten. Natürlich halfen meine Zwerge fleißig mit :-)
Am Abend marschierten wir noch zum Ufer, um Steine in den See zu werfen und ich lief noch ein See Runde. Auf der traumhaften 6 km Strecke ballerte ich mit einer 3:47 er Pace :-) Später machten wir es uns in unserem Zelt gemütlich. Dank Zeltheizung war es auch wohlig warm...

Unser Zelt von Outwell:

Samstag: Fahrt an das Meer - Portorotz & Piran

Am Morgen weckte uns die Sonne, da es ziemlich schnell, ziemlich warm in unserem Zelt wurde. Wir kochten mit dem Gaskocher Kaba für mich und die Kinder. Brigitte bekam natürlich ihren Kaffee :-) Wir packten Badesachen ein um einen Abstecher ans slowenische Meer zu machen. Wir fuhren über die Autobahn vorbei an Ljubljana weiter bis Portoroz. Hier bekamen wir zufällig in Strandnähe einen Parkplatz. Mit Strandmuschel und Badeutensilien bewaffnet machten wir es uns am aufgeschütteten Sandstrand gemütlich. Emma und ich gingen im Meerwasser baden. Da ich kein großer Sandstrandfan bin, gefiel es mir nicht so wirklich. Dafür buddelten die Kinder im Sand und hatten ihren Spaß. Am Nachmittag zogen Wolken auf und wir kamen gerade noch rechtzeitig vor dem Regen ins Auto.

Trotz strömenden Regens wollten wir die alte Hafenstadt Piran besichtigen. Piran ist eine Stadt im äußersten Südwesten Sloweniens an der Küste des Adriatischen Meeres. Mit ihrer Lage, ihrer Altstadt und venezianischen Architektur ist die Stadt an der Slowenischen Riviera eines der bekanntesten Touristenzentren des Landes. Wir fanden direkt an der alten Stadtmauer einen Parkplatz. Mit Regenjacken marschierten wir zur Mauer. Die Stadtmauer konnte man gegen Eintritt besichtigen. Wir stiegen die steilen und durch den Regen rutschigen Stufen nach oben. Von der Mauer hatten wir einen herrlichen Blick auf die Altstadt, die vom Meer umspült wurde. So schnell es zu regnen begann, hörte es auch wieder auf und die Sonne blitze hinter den Wolken hervor. Wir wanderten durch die engen Gassen in der Altstadt bis ans Meer. Hier gab es in einer Eisdiele an der Strandpromenade ein leckeres Nuss-Eis und kühle Getränke. Am Hafen suchten wir zwischen den großen Steinen Krebse und konnten sogar einen fangen, den wir natürlich wieder in die Freiheit entließen. Wir bestaunten den Tartiniplatz mit einem Venizianerhaus, gotischem Patrizierhaus und dem klassizistischen Rathaus. Da die Zwerge müde waren, traten wir den Rückweg zum Bleder See an. Beim Hofer kauften wir noch ein und ich lief von dort mit einer 3:58 er Pace 7 km zum Zeltplatz. Am Abend kochten wir uns Ravioli und genossen das Familienleben im Urlaub...

Sonntag: Bleder See Strand - Swim & Run

Das Wetter war sonnig und schön, nur leider hatten unsere Zwerge leichtes Fieber. Klar denkt man gleich an den Corona Virus... Da letzte Woche einige Kinder aus der Kindergartengruppe eine Sommergrippe hatten, war es naheliegend das sich Emma und Tim ebenfalls angesteckt hatten :-( Den beiden ging es aber gut, somit beschlossen wir an den Strand des Bleder Sees zu gehen. Hier legten wir uns in die schattige Strandmuschel und die Kinder konnten spielen und sich ausruhen. Ich schwamm am Ostufer des Sees, was riesig Spaß machte. Das Wasser wie auch der Strand waren blitzeblank sauber. Ich schwamm den halben See ab und kam auf 2,6 km. Ich musste nur aufpassen das mich kein Stand-Up Paddler oder Ruderboot über den Haufen fährt. Zwischendurch kehrten wir in einer kleinen Strandbar ein. Am Nachmittag war Timi müde und ich lief mit dem Babyjogger eine Seerunde. Die 6 km schaffte ich in einer 4:39 er Pace (28:05 min) und im Anschluss lief ich ohne Jogger in einer 3:50 er Pace (23:03 min). Am Abend brutzelte ich wieder mit dem Kocher. Es gab Schinkennudeln und ein slowenisches Dosenbier dazu...

Montag: Wanderung nach Bled und Strand

Leider hatten auch heute unsere Mäuse noch leichtes Fieber am Morgen. Trotzdem waren die beiden fit, so dass wir nach dem Frühstück am Ufer des Bleder Sees bis in die Ortschaft Bled marschieren konnten. Hier aßen wir eine Kleinigkeit zu Mittag, bevor es wieder zurück ging. Da Emma kein Fieber mehr hatte durfte sie auch ins Wasser. Ich legte nochmals eine Open Water Schwimmeinheit im Bleder See ein. Am Abend aßen wir lecker im Restaurant direkt am See...

Dienstag: Wanderung in der Vintgar Schlucht

Die Kinder waren fit, das Wetter traumhaft, somit stand unserer Wanderung in der Vintgar Schlucht nichts im Weg. Mit dem Auto fuhren wir zum Parkplatz in Podhom. Für 5 Euro konnten wir parken und der Bustransfer zur Schlucht war frei. Lange mussten wir nicht warten bis der Shuttlebus kam. Die Fahrt dauerte nur ein paar Minuten bis zum Startpunkt. Heute können sich Besucher ab dem Eingang oberhalb der kleinen Ortschaft Podhom, bei Spodnje Gorje auf eine faszinierende Wanderung entlang des 1,6 km langen Lehrpfades durch die Vintgar Klamm begeben. Um die Stege und Wege zu erhalten ist am Eingang der Schlucht ein kleiner Eintrittspreis (wir bezahlten 12 Euro zu viert) zu entrichten.
Entlang des Lehrpfades durch die Vintgar Klamm konnten wir natürliche Schönheiten wie die Zumer Galerie, die imposanten Felswände des Hom und des Borst, zahlreiche kleine Wasserfälle und natürlich den Wasserfall Sum, an dem die Radovna rauschend, etwa 13 m in die Tiefe stürzt, bestaunen. Von Menschenhand erbaut, aber auch sehenswert ist die große steinere Eisenbahnbrücke, die über knapp 33 m über die Schlucht verläuft. Wir marschierten über Stege die sich durch die Schlucht schlängelten. Nach ca. 1 Stunde erreichten wir das Ende der herrlichen Schlucht. Von hier führte uns ein Wanderweg zurück zum Ausgangspunkt. Insgesamt waren wir knapp 2 Stunden unterwegs, die es mehr als Wert waren. In einem kleinen Cafe kauften wir uns kühle Getränke und ein Eis. Da der Bus überfüllt und die Wartezeit zu lange war, lief ich kurzerhand die 3 Kilometer zum Auto und holte meine Mäuse von der Schlucht ab. Heute lief Brigitte zurück zum Zeltplatz und chauffierte die Zwerge. Später schwammen wir noch eine Runde im Bleder See. Emma machte ihre ersten Schnorchel Versuche. Die kleine Maus checkte sofort wie man durch den Mund unter Wasser atmet...

Route Vintgar Schlucht auf Strava:

Mittwoch: Zeltabbau und Heimfahrt

Leider war wieder Heimreise angesagt. Wir bauten das Zelt ab und packten unsere Siebensachen ins Auto. Auch nach Hause kamen wir verhältnismäßig schnell voran und waren nach 6 Stunden wieder in Schwarzach...

Fazit:

Leider war der Kurztrip nach Slowenien viel zu kurz :-) Der Bleder See ist ein Märchensee und hat sehr viel zu bieten. Auch unser neues Zelt von Outwell war ein voller Erfolg. Wir hatten viel Spaß beim Baden am slowenischen Meer, natürlich auch im sehr sauberen Bleder See. Die 6 km Laufrunden um den See machten sehr viel Spaß. Der Ausflug in die Vintgar Schlucht war ebenfalls traumhaft und die Nächte in unserem geräumigen Zelt sehr bequem. Wir kommen sicher wieder...

Winkls in Slowenien :-)

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