Klettersteig "Königsjodler" am Hochkönig

Tabellenbild 4 1/2 Stunden / 700 Hm Klettersteig Tabellenbild 3 1/2 Stunden / 1600 Hm Abstieg
Tabellenbild Zustieg: 2 Stunden / 800 Hm Tabellenbild Schwierigkeit: D und 1-

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Meine Touren:

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09.08.2010: Um 5 Uhr fuhr ich in Straubing von meiner Freundin los, über die B20 an Salzburg vorbei und weiter nach Bischofshofen, von dort Richtung Mühlbach bis zum Dientner Sattel. Am Wanderparkplatz der Erichhütte stellte ich mein Auto ab. Bis zur Erichhütte wanderte ich über Forststraßen. Hier zweigte ein Almenpfad steil nach oben zum Einstieg des Klettersteiges ab. Hier war schon mal kurze Kraxelei angesagt.

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13. bis 14.07.2013: 8 Bergsteigern war zum Jodeln zu Mute – Königsjodler Klettersteig am Hochkönig: Am letzten Wochenende machten sich acht Bergsteiger unter der Leitung von Jupp Berglehner auf, den Hochkönig über seinen berühmtesten Anstieg, den Königsjodler Klettersteig zu besteigen. Dieser Klettersteig ist einer der schwierigsten Klettersteige in den Ostalpen und ist nicht nur wegen der hochalpinen Lage, der extremen Ausgesetztheit und seiner Länge zu Berühmtheit gelangt. Man rechnete für eine Begehung der 1700 Klettermeter mit 5-6 Stunden reine Kletterzeit.

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Blick zur Erichhütte Wegweiser Der Hochkönig

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Kurzinfo:

Region: Berchtesgadener Alpen
Tourenart: Klettersteig
Erreichte Gipfel: Hoher Kopf 2875 m
Hochkönig 2941 m
Dauer: Parkplatz Erichhütte - Einstieg 2 Stunden
Einstieg - Hoher Kopf 4 1/2 Stunden
Hoher Kopf - Gipfel 1/2 Std.
Gipfel Abstieg über den Hochkönigsteig zum Arthurhaus 3 1/2 Stunden
Insgesamt ca. 10 1/2 Std.
Talort Höhe: 1300 m
Höhenunterschied: Klettersteig: 700 m
Gesamt: 1650 m
Lage: Südseite
Beste Jahreszeit: Juli bis September

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Im Klettersteig:

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Herrliche Kletterei Der Gipfel ist in weiter Ferne Ein Kletterer vor mir

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Anforderung:

Bild

Von Fels zu Fels

 

Charakter/Schwierigkeit:
Der Königsjodler wurde 2001 errichtet. Er ist der schwierigste Klettersteig am Hochkönig und der längste Salzburgs. Er überwindet in rund 1700 Klettermetern die Teufelshörner, den Kematstein (auch Kummetstein) und endet am Hohen Kopf. Der Steig hält sich meist direkt an der wilden Gratkante. Er überwindet äußerst spektakulär kleine und große Schluchten und acht zum Teil sehr spitze Türme. Da man von den Turmgipfeln meist sehr steil wieder absteigt und am darauffolgenden Turm wieder aufsteigen muss, werden die 1700 Klettermeter zur Belastungsprobe. Landschaftlich ist der Steig atemberaubend.
Ausrüstung:
komplette Klettersteigausrüstung (Gurt, Helm, Klettersteigset) und Handschuhe
eventuell Steigeisen

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Blick zum Matrashaus Aufstieg zum Gipfel Das Matrashaus auf dem Hochkönig

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Anreise/Zufahrt:

Auf der A 10 bis Bischofshofen, weiter über die B 164 auf den Dientner Sattel bis zum Wanderparkplatz Erichhütte.

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Tourenbeschreibung:

Zustieg zur Wand:
Vom Parkplatz der Erichhütte auf einer Forststraße zur Hütte aufsteigen. Von der Erichhütte auf Weg 432 weiter in die Hochscharte. Auf 2.220 m folgt ein Wegweiser. Dort links abzweigen und in wenigen Minuten zum Einstieg.
Klettersteig:
1. Teil: Nach heftigem Einstieg (D) führt eine flache Rinne (C) auf den "Flower Tower". Nach einem flachen Grat (B) wird in eine Scharte abgestiegen (B). Anschließend wird der Mühlbacher Turm erklommen (B/C). Es folgen die Via-Mala-Schlucht (C/D) und der Spreizschritt "Jungfrauensprung" (C). Über die Porti-Sport-Diretissima (zuerst B/C, dann C) wird der Teufelsturm erstiegen. Anschließend geht es steil hinunter (zuerst C, dann C/D) auf die fünf Meter lange luftige Dreiseilbrücke "Kranabetter-Steg" (B/C) über die Teufelsschlucht. Auf der Lehner-Traverse (C) wird noch ein Stück abgeklettert. Es folgt ein kurzer ungesicherter Abschnitt (1-) bevor wieder versichert (C) ein Grat (B) erreicht wird. Steil geht es anschließend in den Sallerriss (C/D) hinunter. Wer nicht ganz in diese tiefe Scharte abklettern will, kann den Flying Fox benutzen und so auf die gegenüberliegende Seite gelangen. Anschließend geht es steil (zuerst B, dann C) auf das 2.522 m hohe Teufelshörnl. Über den luftigen Brücknergrat (B/C bis C/D) wird im ständigen Auf und Ab die Dientner Schneid (C/D) erreicht. Es folgt die ebenfalls luftige Bosch-Promenade (meist B). Über eine kurze Abkletterstelle (C/D) wird eine Scharte erreicht. Hier befindet sich ein Notausstieg ins Birgkar.
2. Teil: Über einen Schrofenrücken (zuerst A/B, dann 1-) zum Fuß des Kematsteins. Der lange Aufschwung "Franzl's Fantastica" (zuerst D, dann C/D) führt in herrlich festem Fels auf den 2.772 m hohen Kematstein. Über einen flachen Grat (A/B) wird der Gipfel erreicht. Über die "Brandner Abfahrt" (zuerst B/C, dann C) geht es hinunter in eine Scharte. Nach einer Querung geht es steil hinauf (D) auf den Franz-Eduard-Matras-Kopf. Es folgen noch ein paar interessante Spreizschritte (max. C). Über den durch eine kurze Platte (C/D) unterbrochenen Grat (A/B) wird der Ausstieg am südlichen Hohen Kopf erreicht.
Abstieg:
Vom Ausstieg rechtshaltend in wenigen Minuten in die Birgkarscharte absteigen. Dort rechts abbiegen und auf Weg 432 durchs Birgkar zurück zur Hochscharte und weiter zum Ausgangspunkt, oder vom Matrashaus östlich über den Hochkönigsteig bis zum Arthurhaus. Von dort benötigt man eine Fahrgelegenheit zurück.
Topo:
>>> Hier findet ihr die Topo vom Königsjodler auf Bergsteigen.at

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Gipfelkreuz 2941 m Gletscher Blick nach Norden

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Einkehrmöglichkeit:

Erichhütte: 28 Betten,
Sommer: Mitte Mai bis Ende Oktober
Winter: bei guter Begehbarkeit (wenig bzw. kein Schnee)
Matrashaus: 12 Betten, 99 Lager,
Winterraum: Offener Winterraum mit Solarheizung und 8 Schlafstellen; kein Licht, keine Kochmöglichkeit
Sommer: Von Mitte Juni bis Ende Oktober durchgehend; Von März bis Juni bei Schönwetter und Lawinenentwarnung an Wochenenden und Feiertagen

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Video von der Tour August 2010

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Weblinks:

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Google Maps:

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A Schneck aufm Berg Aussicht bei Abstieg Die Sonne geht unter
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