Touren: Trailrun Hochplatte 1587 m
Ein kurzer Ausflug nach Grassau wurde für Brigitte und mich zu einem traumhaften Trailrun-Abenteuer in den Chiemgauer Alpen. Über die Hefteralm und Rachlalm ging es auf steilen Pfaden hinauf zum 1.587 Meter hohen Gipfel der Hochplatte, wo uns fantastische Ausblicke auf den Chiemsee, die Kampenwand und das Kaisergebirge erwarteten. Über den Teufelsstein und abwechslungsreiche, teils anspruchsvolle Trails führte unsere Rundtour zurück nach Grassau. Nach 22 Kilometern, 1.150 Höhenmetern und 4 Stunden 40 Minuten waren wir glücklich zurück – ein genialer gemeinsamer Berglauf, der unseren Kurztrip perfekt machte!...
Datum: 11. bis 12.10.2026
Gipfel: Hochplatte 1587 m
Weitere Aktivitäten: Pizzeria La Pino
Tourpartner: Brigitte
Wetter: Sonne, Wolken, 15 Grad
Gebiet: Chiemgauer Alpen
Übernachtung: Ferienwohnung meiner Eltern in Grassau (Haus Hörter als Alternative ist sehr zu empfehlen, freundlich, sehr gutes Frühstück)
Donnerstag, 16.10.2026 von Winklmeier Markus
Du bist hier: Grassau - unsere 2. Heimat
1. Sonntag: Anreise, Trailrun & Pizzeria
Am Sonntagvormittag durften Emma und Tim zu Opi und Omi, während Brigitte und ich weiter nach Grassau in die kleine Ferienwohnung meiner Eltern fuhren. Hintergrund war, dass Brigitte am Montag in Traunstein eine Zeugenaussage wegen eines Radunfalls machen sollte, den sie beobachtet hatte. Da bot es sich natürlich an, eine Nacht in Grassau zu verbringen. Auch das Wetter sah vielversprechend aus, sodass unserem kleinen Ausflug nichts im Wege stand.
Gegen Mittag erreichten wir die Wohnung in Grassau. Die Hochplatte zeigte sich wolkenfrei und schien nur auf uns zu warten. Lange hielten wir uns nicht auf, sondern schlüpften direkt in unsere Laufklamotten und liefen los. Zunächst ging es durch Grassau und ein kurzes Stück entlang der Hauptstraße in Richtung Bergen. Kurz vor dem Ortsausgang bogen wir zum Parkplatz Strehtrumpf ab. Von dort führte uns die asphaltierte Straße bergauf, bis sie schließlich in einen Forstweg überging. Nach etwa 400 Höhenmetern erreichten wir die gut besuchte Hefteralm und wenig später die ebenfalls geöffnete Rachlalm. Ab hier wurde es deutlich steiler und der Weg führte uns hinauf zur Bergstation der Hochplattenbahn. Die zahlreichen gemütlich wandernden Bergfreunde ließen wir dabei schnell hinter uns.
Zunächst folgten wir dem Forstweg in Richtung Hochplattengipfel, bis wir ein wunderschönes Almgebiet erreichten. Von hier aus bot sich uns ein traumhafter Ausblick auf den Hochgern und den Chiemsee. Kurz hinter dem Almgebiet zweigte ein unscheinbarer, unmarkierter Pfad nach links ab. Dieser schlängelte sich teilweise steil durch die Latschenfelder an der Ostseite des Berges hinauf zum Gipfelkreuz der Hochplatte auf 1.587 Metern. Oben angekommen, trafen wir nur auf wenige Wanderer. Die meisten Besucher fahren offenbar mit der Seilbahn nach oben und kehren anschließend in der Staffnalm ein. Wir dagegen genossen die herrliche Ruhe am Gipfel und die fantastische Aussicht auf die Kampenwand und das dahinterliegende Kaisergebirge.
Ein weiterer unscheinbarer Pfad führte uns auf der Südseite wieder bergab. Auch dieser war nicht ausgeschildert und nur schwer zu erkennen. An Laufen war hier nicht zu denken, denn der steile Abstieg war stellenweise ziemlich rutschig und felsig. Nach etwa 20 Minuten erreichten wir den 1.357 Meter hohen Teufelsstein. Diesen schönen Aussichtsgipfel nahmen wir natürlich auch noch mit. Der weitere Abstieg gestaltete sich allerdings nicht ganz einfach, da der Wegverlauf immer wieder schwer zu erkennen war. Mehrmals mussten wir unsere digitale Karte zur Hilfe nehmen, um auf dem richtigen Pfad zu bleiben. Erst als wir einen Wanderweg etwas oberhalb von Raiten erreichten, wurde die Wegführung wieder eindeutiger. Wir liefen an der Weitwiesalm vorbei und schlängelten uns auf abwechslungsreichen Wegen weiter um die Hochplatte herum, bis wir schließlich die Talstation der Hochplattenbahn in Niedernfels erreichten. Von dort ging es auf kleinen Straßen zurück nach Grassau und zu unserer Ferienwohnung.
Am Ende standen stolze 22 Kilometer, 1.150 Höhenmeter und 4 Stunden 40 Minuten auf der Uhr. Eine geniale Tour mit Brigitte, die uns beiden riesigen Spaß gemacht hatte! Nach einer dringend notwendigen Dusche ließen wir den Abend gemütlich bei einem leckeren Essen in unserer Stammpizzeria La Pino am Tennisplatz in Grassau ausklingen.
2. Montag: Homoffice und Heimfahrt
Am nächsten Morgen arbeitete ich im Homeoffice, während Brigitte zu ihrer Zeugenaussage nach Traunstein fuhr. Leider wurde der Termin kurzfristig abgesagt, was natürlich ziemlich ärgerlich war. Doch das Positive überwog eindeutig: Wir hatten einen herrlichen, gemeinsamen Trailrun-Sonntag in den Chiemgauer Bergen erlebt, fantastische Aussichten genossen und jede Menge Spaß gehabt. Somit hatte sich unser kleiner Kurztrip nach Grassau auf jeden Fall gelohnt!

