winklworld_banner_2024

Tour: Hüttenparkplatz Lavin 1420 m - Chamonna dal Linard 2327m - Piz Linard 3410 m - Abstieg wie Aufstieg

Eine abwechslungsreiche Bergtour führte uns von Lavin im Engadin über die gemütliche Linardhütte auf den imposanten Piz Linard. Nach einer ersten Gipfeltour zum Piz Glims stand am nächsten Morgen der anspruchsvolle Aufstieg durch die steinschlaggefährdete Südwand auf dem Programm. Über Geröllfelder, steile Rinnen und felsiges Gelände erreichten wir schließlich den Gipfel und genossen ein grandioses Panorama auf die Silvretta, die Berninagruppe und den Ortler. Gemeinsam mit der Südostgrat-Gruppe feierten wir unseren Gipfelerfolg, bevor es konzentriert zurück zur Hütte ging. Zwei wunderschöne Bergtage voller alpiner Abenteuer, beeindruckender Ausblicke und Schweizer Hüttengemütlichkeit!...

Gipfel: Piz Glims 2868m / Piz Linard 3410 m

Ausgangspunkt: Hüttenparkplatz in Lavin 1420m

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit: Chamonna dal Linard 2327m

Gebiet: Silvretta Gruppe / Tour: Hochtour

Tag 1: Parkplatz Lavin - Piz Glims - Chamonna dal Linard

Kilometer/Zeit/Höhenmeter Tag 1: 10,5 km / 6 h / 1400 Hm

Tag 2: Chamonna dal Linard - Piz Linard - Abstieg Parkplatz

Kilometer/Zeit/Höhenmeter Tag 2: 15 km / 8 h / 1100 Hm

Tourdauer Gesamt: 14 h in 2 Tagen

Schwierigkeit: mittel - Grad I bis II (UIAA-Skala) im felsigen Gipfelbereich (Helm erforderlich)

Ausrüstung: Helm ,Kleidung für Hochtouren, Getränke, Brotzeit

Unterkunft-Tipp: Chasa Plazza Gronda

Samstag, 10. Oktober 2026 von Winklmeier Markus

Du bist hier: Hochtouren

1. Informationen zur Hochtour - Piz Linard 3410 m über den Normalweg

Die Besteigung des Piz Linard im Schweizer Unterengadin ist eine anspruchsvolle hochalpine Bergtour, die Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Erfahrung voraussetzt. Ausgangspunkt der zweitägigen Tour ist das Bergdorf Lavin. Als Stützpunkt dient die gemütliche Linardhütte, von der aus sowohl der Normalweg durch die Südwand als auch der deutlich anspruchsvollere Südostgrat zum Gipfel führen.

1. Tag: Aufstieg zur Linardhütte und Besteigung des Piz Glims

Vom Hüttenparkplatz in Lavin führt der Wanderweg zunächst durch einen schönen Lärchenwald in zahlreichen Serpentinen bergauf. Etwa auf halber Strecke erreicht man die Almfläche Plan da Bügl, die sich für eine kurze Rast mit herrlichem Blick ins Engadin anbietet. Anschließend verläuft der Weg durch ausgedehnte Blaubeer- und Preiselbeerfelder weiter in Richtung Linardhütte.

Kurz vor der Hütte müssen zwei seilversicherte Passagen überwunden werden, die bei trockenen Verhältnissen für trittsichere Bergwanderer gut zu bewältigen sind. Bereits hier eröffnet sich ein beeindruckender Blick auf die Linardhütte und den mächtigen Piz Linard. Von der Hütte bietet sich eine zusätzliche Besteigung des Piz Glims 2868m an. Der vergleichsweise einfache und gut markierte Anstieg führt zu einem aussichtsreichen Gipfel mit hervorragenden Einblicken in die Südwand des Piz Linard und den Verlauf des Südostgrats. Gleichzeitig lassen sich von hier die möglichen Anstiegsrouten für den folgenden Gipfeltag begutachten.

2. Tag: Besteigung des Piz Linard über den Normalweg

Von der Linardhütte beginnt der Gipfelanstieg zunächst in nördlicher Richtung durch ein weitläufiges Kar. Nach der Überquerung eines Baches steigt der Weg zunehmend steiler an und führt an mehreren kleinen Bergseen vorbei. Über einen Moränenrücken geht es anschließend weiter in Richtung der mächtigen Südwand des Piz Linard. Zahlreiche Steinmännchen erleichtern die Orientierung im zunehmend felsigen Gelände. Am Fuß der Südwand erreicht man eine markante Einstiegsrinne, die aufgrund des häufig lockeren Gesteins besonders steinschlaggefährdet ist. Das Tragen eines Steinschlaghelms ist hier dringend zu empfehlen.

Der Aufstieg durch die Rinne erfordert konzentriertes Steigen und einen vorsichtigen Umgang mit dem teilweise brüchigen Fels. Bei den beschriebenen Verhältnissen bot die rechte Rinnenbegrenzung stellenweise festeren Fels. Im oberen Drittel verlässt der Normalweg die Rinne über ein schmales, nach rechts führendes Band und erreicht ein ausgedehntes Geröllfeld mitten in der Südwand. Die Durchquerung dieses Geröllfeldes erfolgt über teilweise nur schwach erkennbare Steigspuren und erfordert eine gute Orientierung. In Serpentinen steigt man weiter auf und hält sich tendenziell links, um die nächste, schräg nach rechts oben verlaufende Rinne zu erreichen. Über diese gelangt man schließlich zum abschließenden Gipfelhang.

Im obersten Abschnitt können selbst im Sommer noch Schnee und vereiste Felsen auftreten. Hier ist besondere Vorsicht erforderlich. Zunächst mündet der Westgrat in den Normalweg ein, etwas weiter oben trifft auch der Südostgrat auf die Route. Die letzten Meter führen schließlich zum Gipfel des Piz Linard. Vom Gipfel bietet sich ein grandioses Alpenpanorama mit Blick auf die Silvretta, die Berninagruppe, den Ortler und zahlreiche weitere Gipfel der Ostalpen.

Alternative: Aufstieg über den Südostgrat

Für erfahrene Alpinisten bietet der Südostgrat eine anspruchsvollere Alternative zum Normalweg. Der Zugang zum Grat erfolgt üblicherweise über eine steinschlaggefährdete Rinne. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Grat über den Linard Pitschen zu erreichen und damit eine längere Gratüberschreitung zu unternehmen. Diese Variante verlangt entsprechende Klettererfahrung, sichere Routenfindung und stabile Verhältnisse.

Abstieg und Rückweg nach Lavin

Der Abstieg vom Piz Linard erfolgt über den Normalweg durch die Südwand zurück zur Linardhütte. Besonders im oberen Bereich und in der steinschlaggefährdeten Rinne sind höchste Konzentration, sicheres Abklettern und gegenseitige Rücksichtnahme notwendig. Das lose Geröll und die teilweise ausgesetzten Passagen verlangen auch beim Abstieg volle Aufmerksamkeit. Nach einer wohlverdienten Rast auf der Linardhütte führt der bekannte Hüttenweg über die Almfläche Plan da Bügl und den Lärchenwald zurück zum Ausgangspunkt in Lavin.

2. Charakter und Anfahrt

Die Besteigung des Piz Linard ist eine landschaftlich beeindruckende, aber anspruchsvolle hochalpine Bergtour. Während der Hüttenaufstieg und die Besteigung des Piz Glims für geübte Bergwanderer gut machbar sind, verlangt der Gipfelanstieg über den Normalweg deutlich mehr alpine Erfahrung.

Besondere Herausforderungen sind die steinschlaggefährdeten Rinnen, ausgedehnten Geröllfelder, teilweise schwierige Orientierung sowie mögliche Schnee- und Eisreste im Gipfelbereich. Der Südostgrat stellt nochmals höhere technische Anforderungen.

Wichtig: Die Tour sollte nur bei sicheren Wetter- und Bergverhältnissen unternommen werden. Aktuelle Informationen über den Zustand der Anstiegsrouten, Steinschlaggefahr und mögliche Vereisungen sollten vor der Besteigung bei der Linardhütte eingeholt werden.

Der Ausgangspunkt für die Bergtour zum Piz Linard liegt im Bergdorf Lavin im Schweizer Unterengadin. Die Anreise erfolgt von Deutschland über Innsbruck, Landeck, Pfunds und Scuol nach Lavin.

In Lavin fährt man am Dorfplatz mit dem Brunnen bergauf, biegt anschließend links und gleich wieder rechts ab. Von hier folgt man der Parkplatzbeschilderung zur Linardhütte und fährt unter der Eisenbahnbrücke hindurch zum kleinen Wanderparkplatz. Hier beginnt der rund 2,5-stündige Aufstieg zur Linardhütte über Plan dal Bügl.

Daten für das Navi:

Hüttenparkplatz Linardhütte, Lavin

Ort: CH-7543 Lavin, Graubünden, Schweiz

3. Route, Einkehrmöglichkeit und Weblinks

Piz Linard – Der König der Silvretta

Der imposante Piz Linard erhebt sich mit seinen 3.410 Metern majestätisch über dem Unterengadin und ist der höchste Gipfel der Silvretta-Gruppe. Seine markante, pyramidenförmige Gestalt macht ihn zu einem der eindrucksvollsten Berge der Region. Schroffe Felswände, steile Grate und eine faszinierende Hochgebirgslandschaft prägen das Erscheinungsbild dieses mächtigen Dreitausenders. Besonders von der Chamonna dal Linard bietet sich ein beeindruckender Blick auf den Gipfel.

Lavin – Malerisches Bergdorf im Unterengadin

Das idyllische Bergdorf Lavin liegt auf rund 1.430 Metern Höhe im Schweizer Unterengadin und begeistert mit seinem ursprünglichen alpinen Charme. Traditionelle Engadiner Häuser, verwinkelte Gassen und die wunderschöne Bergkulisse verleihen dem kleinen Ort einen besonderen Charakter. Eingebettet in das Tal des Inns bildet Lavin einen idealen Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen und anspruchsvolle Bergtouren, insbesondere zum Piz Linard und zur gleichnamigen Berghütte.

Silvretta-Gruppe – Faszinierende Bergwelt zwischen Österreich und der Schweiz

Die Silvretta-Gruppe zählt zu den beeindruckendsten Gebirgslandschaften der Ostalpen und erstreckt sich über die österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg sowie den Schweizer Kanton Graubünden. Zahlreiche Dreitausender, mächtige Gletscher, schroffe Felsgipfel und kristallklare Bergseen prägen diese faszinierende Hochgebirgsregion. Während der Piz Linard mit 3.410 Metern den höchsten Gipfel bildet, zählt der vergletscherte Piz Buin zu den bekanntesten Bergen der Silvretta. Die Region ist ein wahres Paradies für Bergsteiger, Wanderer und Naturliebhaber.

Ein gibt ein paar kleinere Cafés, eine Bäckerei und ein Hotelrestaurant in Lavin.

Natürlich gibt es ein leckeres Bergsteigeressen in der Chamanna dal Linard.

Auf der gemütlichen Chamonna dal Linard werden hungrige Bergwanderer mit traditioneller, gutbürgerlicher Küche verwöhnt. Besonders beliebt sind regionale Engadiner Spezialitäten wie Salsiz, Speck, Käse und die berühmte Engadiner Nusstorte. Je nach Hüttenteam werden auch frisch zubereitete warme Gerichte und mehrgängige Abendessen serviert. Die Hütte wird während der bewarteten Saison ehrenamtlich von Mitgliedern des Schweizer Alpen-Clubs betreut. In der urigen Hüttenstube oder vor der Hütte schmeckt das Essen nach einer anstrengenden Bergtour besonders gut – vor allem mit dem herrlichen Blick auf die umliegende Bergwelt.

4. Winkls Hochtouren auf den Piz Linard

Tourdatum: 23-24.08.2025

Tourpartner: Till, Christoph, Björn, Jupp, Karl-Heinz

Übernachtung: Chamonna dal Linard 2327m

Wetter: Gutes Bergsteigerwetter mit wechselnder Bewölkung, eher kühl für die Jahreszeit

Erreichte Gipfel: Piz Glims 2868m, Piz Linard 3410m

Tourbericht von Jupp (Hauptsach-Auffe.de):

Es ist schon komisch, meistens ist der höchste Berg einer Gebirgsgruppe auch der bekannteste und der am meisten bestiegene. In der Silvretta Gruppe ist es anders. Alle rennen auf den Piz Buin, der als Sonnencreme-Werbevorlage herhalten hat müssen und hier ein Stück seiner Berühmtheit erhalten hat.

Mir ging es ähnlich, ich hatte zahlreiche Bergsteiger-Grundkurse auf der Wiesbadener Hütte abgehalten und hab mich deshalb auch im nördlichen, gletscherreichen Gebiet der Silvretta Gruppe aufgehalten. Schon lange habe ich aber auch mit dem eigentlich höchsten Punkt, den Piz Linard geliebäugelt. Als ich dann vor ein paar Jahren einen Hütten-Bericht in einer Alpinen Zeitschrift überflog, war ich hin und weg. Denn die Chamonna dal Linard ist eine ehrenamtlich durch Sektionsmitglieder geführte Hütte, die für mich den Charme einer ursprünglichen Schutzhütte hat. Auch der Anstieg selbst durch sie Südwand oder auch über den Südostgrat war interessant.

Je älter ich werde und je mehr ich in den Bergen gesehen habe, desto weniger will ich diese Massenabfertigungsbetriebe ala „Franz Senn Hütte“ besuchen. Ja ich versuche sogar diese Hotspots zu meiden. Für mich hat eine alpine Schutzhütte nichts mit diesen „Warmduscher-Fünf Sterne Hotels“ im Hochgebirge zu tun. Die Gäste fordern und die alpinen Sektionen meinen, sie müssen liefern und müssen dann, als Konsequenz, wegen Wassermangel zum Teil im Juni die Duschen und Waschräume wegen Wassermangel schließen. Da wurde Jahrzehnte lang am falschen Ende investiert!

Zu sechst waren wir schließlich, als wir uns am Hüttenparkplatz Mitten in Lavin im Engadin fertig machten. Durch einen schönen Lärchenwald stiegen wir die Serpentinen des Wanderwegs Richtung Plan da Bügl, einer schönen Almfläche etwa auf halber Strecke hinauf. Hier rasteten wir kurz und genossen die Aussicht ins Engadin. Weiter gings durch ein Meer an reifen Blaubeer- und Preiselbeersträuchern, wo der eine oder andere nicht widerstehen konnte. Kurz vor der Hütte stellten sich uns zwei Seilversicherte Stellen in den Weg, die aber problemlos überwunden werden konnten. Hier hatten wir auch einen ersten wunderschönen Blick auf die Hütte und den dahinter aufragenden Piz Linard.

Auf der Hütte angekommen, wurden wir herzlich von dem freundlichen Hüttenpaar begrüßt und fühlten uns sogleich willkommen auf der kleinen Hütte. Auf die Bayerisch-engadinische Freundschaft wurde mit einem hausgemachten Schnaps angestoßen, ehe man mit leichtem Gepäck Richtung Piz Glims aufbrach. Mit dem Piz Glims konnten wir nicht nur den „Hüttengipfel“ besteigen, sondern auch den Weg für morgen auskundschaften. Denn mittlerweile hat sich eine Südostgrat-Gruppe und eine Normalweg-Gruppe gebildet. Ziel ist morgen, dass wir uns am Gipfel treffen und gemeinsam den Abstieg zur Hütte meistern.

Der Weg zum Piz Glims ist einfach und ist gut markiert. Vom Gipfel aber auch schon vom Aufstieg hat man wunderbare Einblicke in die Piz Linard Südwand und den Anstiegsweg über den Südostgrat. Gerne will man auf dem schönen Aussichtsgipfel verweilen aber der relativ kalte Wind ließ uns schnell wieder zusammenpacken und absteigen. Im Abstieg, also kurz vor der Hütte wollte die Südostgrat-Gruppe die Anstiegsvariante über den Linard Pitschen erkunden, denn die normale Anstiegsrinne zum Südostgrat galt als sehr Steinschlaggefährdet. So versuchte man, quasi als Integralversion, den Südostgrat über den Linard Pitschen zu erreichen.

Zurück auf der Hütte wurde das Lager bezogen und sich anschließend auf die abendliche Verköstigung gefreut. Die Hüttenmakkaroni und die abschließende Schokobirne ließen wir uns schmecken. Nach dem Essen wurden wir vom Hüttenwirt kurz über die aktuelle Situation auf den Anstiegswegen zum Piz Linard aufgeklärt und die Abmarschzeiten koordiniert. Pünktlich um 6 Uhr standen wir nach einem spartanischen Schweizer Frühstück auf der Hüttenterrasse und schauten in den wolkenlosen Himmel. Alles ist für einen schönen Bergtag gerichtet. Die Südostgrad-Gruppe war ja schon eher gestartet und wir haben uns wegen der Steinschlaggefahr am Südwandanstieg mit zwei Kollegen aus Samnaun zusammengetan. So konnte keine Gruppe der anderen die Steine auf den Kopf werfen.

Zu fünft stiegen wir in das Kar Richtung Norden hinein. Nachdem wir einen Bach überquert hatten, wird es steiler und wir erreichen kurze Zeit später einige kleine Seen. Hier machen wir kurz eine Trinkpause und genießen die Morgenstimmung. Einige Murmeltiere beschweren sich schon mit lauten pfiffen und so gehen wir weiter über einen Moränenrücken in Richtung Südwand. Die markante Einstiegsrinne ist schon zu erkennen. Geleitet von unzähligen Steinmännchen war die Wegfindung kein Problem. Über loses Gestein steigen wir weiter an und ziehen am Fuß der Rinne unsere Helme auf.

Der Fels in der Rinne ist nicht schön und meistens locker. Aber mit einer überlegten und vorsichtigen Aufstiegsweise kann der Steinschlag auf ein Minimum reduziert werden. Schnell kommen wir höher. Wir halten uns eher an der rechten Begrenzung der Rinne, da ist der Fels gut und man muss nicht jeden zweiten Griff beiseitelegen. Im oberen Drittel der Rinne zieht der Weg auf einem schmalen Band nach rechts aus der Rinne und wir erreichen das von der Hütte bereits zu sehende, riesige Geröllfeld inmitten der Südwand.

Über teilweise recht schwierig zu erkennende Spuren durchqueren wir in Serpentinen das ungut zu gehende Gelände. Hier orientieren wir uns eher nach links, um die von links nach rechts oben ziehende Rinne zu erreichen. Hier sind wieder Trittspuren im Geröll zu erkennen und so erreichen wir kurze Zeit problemlos den abschließenden Gipfelhang. Hier ist der Untergrund noch gefroren und die letzten Schneereste zu sehen. Über teilweise mit Eis überzogene Felsen steigen wir vorsichtig weiter an. Von links mündet hier der Westgrat in den Normalweg ein und kurze Zeit später, etwas weiter oben dann der Südostgrat. Hier können wir bereits den Gipfel Steinmann erkennen und so sind die letzten Meter nur noch Genuss.

Was für eine Aussicht. Im Norden die Restgletscherflächen des Silvretta Gebiets. Weiter im Rund können wir die Bernina Gruppe, den Ortler und viele weitere erkennen. Hier am Gipfel ist es angenehm und so beschließen wir auf die Südostgrat-Gruppe zu warten. Mit Brotzeit, Aussicht bestaunen und Fotos machen verging die Zeit relativ schnell, so das nach etwa einer halben Stunde, die völlig unerwartet die Südostgrat-Gruppe auftauchte. Die hatten anscheinend den Turbo eingeschaltet. Es wurde gegenseitig gratuliert und mit dem einen oder andere Gipfelschnapserl gefeiert. Nach ausgiebiger Rast wurde konzentriert der Abstieg angetreten. Hier war sicheres Steigen und Abklettern wichtig. Aber schneller als gedacht wurde der Steinschlaggefährdete obere Bereich gemeistert, so konnte man je nach Gusto den Weg zur Hütte jeder in seinem Tempo gestalten.

Auf der Hütte überzeugte man sich nochmal von den hervorragenden Schweizer Küchenkünsten der Hüttenleute, ehe man sich nach ausgiebiger und herziger Verabschiedung an den Abstieg zurück zum Parkplatz machte.

Fazit von Jupp: Was für ein Wochenende! Eine schöne, kleine Hütte und ein schöner Berg, bei dem je nach Gusto, jeder seine Fähigkeiten ausleben kann. Was will man mehr. Vielen Dank an alle die dabei waren. Es war für mich etwas Besonderes.

Gallerie:

  • Silvretta_Hochtour_23bis24_08_2025_02
  • Silvretta_Hochtour_23bis24_08_2025_114
  • Silvretta_Hochtour_23bis24_08_2025_125
  • Silvretta_Hochtour_23bis24_08_2025_138
  • Silvretta_Hochtour_23bis24_08_2025_158
  • Silvretta_Hochtour_23bis24_08_2025_142
  • Silvretta_Hochtour_23bis24_08_2025_171
  • Silvretta_Hochtour_23bis24_08_2025_176
  • Silvretta_Hochtour_23bis24_08_2025_42
  • Silvretta_Hochtour_23bis24_08_2025_61
  • Silvretta_Hochtour_23bis24_08_2025_76
  • Silvretta_Hochtour_23bis24_08_2025_88

5. Unterkünfte und Wanderführer

Hier findest du Unterkünfte in der Umgebung:

Bergsteiger am Gipfel des Piz Linard :-)

Die Winkls empfehlen Wanderführer:

6. Meine Packliste für Hochtouren Ausrüstung

Auch für eine Hochtour war eine Packliste für Ausrüstung bisher immer sehr hilfreich. Das Wetter, Zeit und Seilpartner müssen deshalb mitspielen, so das für mich meistens nur eine oder zwei Hochtouren im Jahr durchführbar sind. Diese genieße ich dann umso mehr und da ist von großer Bedeutung das die Ausrüstung vollständig ist. Deshalb habe ich eine Ausrüstungsliste für Hochtouren zusammengestellt und im Laufe der Jahre optimiert. Empfehlen kann ich immer: Nimm so wenig wie möglich mit, aber so viel wie nötig. Damit auch ihr Freude auf Hochtouren habt und nichts entscheidendes vergesst, habe ich eine Ausrüstungsliste bzw. Packliste für eine "Hochtour bzw. Gletschertour im Sommer" erstellt. Optional ist die Packliste mit Material für eine Hüttenübernachtung ergänzt.

Hier gelangt ihr zum meiner Packliste für Hochtouren Ausrüstung.

Auf Pinterest merken:

*Dieser Artikel enthält Affiliatelinks. Wenn du auf einen Verweislink klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von deinem Einkauf eine kleine Provision. Für dich verändert sich der Preis natürlich nicht.

Was ist Winklworld?

Ein Family, Adventure, Outdoor & Reiseblog. Tauch ein in die abenteuerliche Welt der Winkls. Erfahre mehr über uns und wir freuen uns sehr über einen Eintrag ins Gästebuch :-)

Winkls Packlisten

Hier findet ihr kostenlose Packlisten für Reisen und Campingurlaube und viele Ausrüstungslisten für Berg und Sportabenteuer aller Art. Auch als PDF zum ausdrucken und abhaken.

Winklworld - Die Ferienwohnungen in Sankt Englmar

Unsere 2022 renovierte 55 m² Ferienwohnung Winklworld 1 im wunderschönen Bayerischen Wald in Sankt Englmar bietet Platz für bis zu 6 Personen. Auch ein schönes Hallenbad steht den Gästen kostenlos zur Verfügung.

Die 2. Ferienwohnung

Die gemütliche, ebenfalls neu renovierte 33 m² Ferienwohnung Winklworld 2 für 4 Personen im Predigtstuhl Resort ist seit Ende 2023 für euch buchbar...

Winkls neueste Errungenschaften

Emma`s Gipfelbuch

Timi`s Gipfelbuch

Winkl in der Presse

Seewolf Gangerl & Winkl


Philipp Reiter & Winkl

Winklworlds Provider

Zeitungsbericht Ultra Trail Mont Blanc als PDF

03.09.2023

News on Facebook

Wir verwenden Cookies um Winklworld-Outdoor zu optimieren und dir das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf „Alle erlauben“ erklärst du dich damit einverstanden. Weiterführende Informationen und die Möglichkeit, einzelne Cookies zuzulassen oder sie zu deaktivieren, findest du in unserer Cookie-Einwilligung.