Ab dem Mooserboden Stausee zum Kleinen Grießkogel 2669 m
Während Brigitte zeitgleich das Große Wiesbachhorn mit 3.564 m bestieg und im Heinrich-Schwaiger-Haus übernachtete, waren die Kinder und ich auf unserem eigenen kleinen Abenteuer unterwegs. Am Samstag starteten wir mit einer Wanderung durch die beeindruckende Sigmund-Thun-Klamm. Danach durfte natürlich der Spaß nicht fehlen – auf dem Maisiflitzer ging es rasant ins Tal. Im Anschluss fuhren wir zum Landhaus Kitzblick in Piesendorf. Nach dem wir den Pool getestet hatten spielten wir noch Minigolf in der Nähe von Zell am See und aßen auch dort zu Abend.
Am nächsten Tag ging es mit Bus und Schrägaufzug hinauf zum Mooserboden-Stausee. Von dort starteten wir unsere abenteuerliche Wanderung zum Kleinen Grießkogel. Je höher wir kamen, desto alpiner wurde die Landschaft – und zum Schluss wartete sogar noch jede Menge Schnee auf uns. Ein echtes Bergerlebnis für die Kinder und mich.
Gipfel: Kleiner Grießkogel 2669 m
Ausgangspunkt: Parkhaus Kesselfall, Lärchenwand Schrägaufzug und Bus zum Mooserboden Stausee
Einkehrmöglichkeit: Bergrestaurant Mooserboden
Gebiet: Glocknergebirge/ Tour: Wanderung
Höhenmeter ab Mooserbodenstausee: 650 Hm / Kilometer: 6,8 km Gesamt
Aufstieg bis Gipfel: 2h
Abstieg: 1 1/2 h Tourdauer: 3 1/2 h
Schwierigkeit: mittel wenn Schnee liegt, ansonsten leicht
Wanderführer: Glockner Region Wanderführer*
Ausrüstung: Wanderausrüstung, Getränke, Brotzeit*
Unterkunft-Tipp: Landhaus Kitzblick in Piesendorf
Mittwoch, 12. August 2026 von Winklmeier Markus
Du bist hier: Wandern in Österreich
Inhaltsverzeichnis:
- 1. Informationen zur Tour - Vom Mooserboden Stausee zum Kleinen Grießkogel
- 2. Charakter und Anfahrt
- 3. Route, Einkehrmöglichkeit und Weblinks
- 4. Touren der Winkls zum Kleinen Grießkogel 2669 m
- 5. Unterkünfte und Wanderführer
- 6. Die perfekte Packliste zum Wandern (Tagestour)
- 7. Wandertouren in der Nähe
Tourdatum: 12-13.07.2025
Gipfel: Kleiner Grießkogel 2669 m / Tourpartner: Emma (10 Jahre), Tim (7 Jahre)
Wetter: sonnig, 20 Grad
Unser gemeinsames Wochenende in Kaprun begann am Kesselfall-Parkhaus. Dort verabschiedeten wir Brigitte, die zusammen mit den anderen Mitgliedern des Alpenvereins zu den Mooserboden-Stauseen hinauffuhr. Von dort machte sich die Gruppe auf den Weg zum Heinrich-Schwaiger-Haus, wo sie übernachtete, bevor es für sie weiter in die hochalpine Bergwelt ging. Emma, Tim und ich hatten währenddessen unser eigenes Programm. Zuerst fuhren wir zum Parkplatz der Sigmund-Thun-Klamm und machten uns auf den Weg durch die beeindruckende Schlucht. Das tosende Wasser, die schmalen Stege und die steilen Felswände machten die Wanderung zu einem besonderen Erlebnis. Anschließend umrundeten wir noch den See oberhalb der Klamm. In einer gemütlichen Wirtschaft legten wir eine Pause ein, bevor wir noch auf Balken balancierten und unsere Füße zur Abkühlung ins eiskalte Wasser hielten.
Danach ging es weiter zum Maisi Flitzer. Mit der Rodelbahn sausten wir den Berg hinunter. Der Spaß war allerdings nicht ganz billig, und leider wurden wir auf der Fahrt immer wieder von langsameren Fahrern vor uns ausgebremst. Trotzdem war die Fahrt natürlich ein Highlight für die Kinder. Später bezogen wir unsere gemütliche Unterkunft im Landhaus Kitzblick in Piesendorf. Dort mussten wir natürlich gleich den schönen Pool ausprobieren und sprangen zur Abkühlung ins Wasser. Doch der Tag war noch lange nicht vorbei: Am späten Nachmittag fuhren wir weiter nach Zell am See, wo die Mäuse sich beim Trampolinspringen austobten und wir gemeinsam anschließend noch eine Runde Minigolf spielten. Danach ließen wir den Tag bei einem leckeren Abendessen ausklingen. Zurück in unserer Unterkunft machten wir es uns im Bett gemütlich und schauten noch zusammen einen Film.
Auf zum Kleinen Grießkogel:
Am nächsten Morgen starteten wir nach dem Frühstück wieder am Kesselfall-Parkhaus. Von dort ging es zunächst mit dem Lärchenwand-Schrägaufzug und anschließend mit dem Bus hinauf zum Mooserboden-Stausee. Schon die Fahrt hinauf durch die beeindruckende Hochgebirgslandschaft war ein Erlebnis. Oben angekommen, stärkten wir uns noch einmal bei einem kleinen Frühstück im Bergrestaurant Mooserboden. Danach begann für Emma, Tim und mich das eigentliche Bergabenteuer. An der Westseite des Mooserboden-Stausees führte uns der Weg über kleine Serpentinen stetig bergauf. Immer wieder entdeckten wir unterwegs Murmeltiere, die zwischen den Felsen hervorschauten und für zusätzliche Unterhaltung sorgten.
Je höher wir kamen, desto alpiner wurde die Landschaft. Ab etwa 2.400 Metern lag immer mehr Schnee. Bald stapften wir durch teilweise kniehohen Schnee, was den Aufstieg deutlich anstrengender machte. Schritt für Schritt kämpften wir uns weiter nach oben, bis wir schließlich stolz den Kleinen Grießkogel auf 2.669 Metern erreichten. Auf dem Gipfel erwartete uns ein kleines Gipfelkreuz – und natürlich eine großartige Aussicht. Von hier oben konnten wir weit über die Glocknergruppe und hinunter auf den tief unter uns liegenden Mooserboden-Stausee schauen. Besonders spannend war der Blick in Richtung Großes Wiesbachhorn, denn dort war Brigitte an diesem Tag zusammen mit den Bergsteigern des Alpenvereins Straubing unterwegs. Während wir auf unserem kleinen Gipfel standen, war sie also nur wenige Kilometer entfernt in einer ganz anderen Liga des Bergsteigens unterwegs.
Nach einer kurzen Gipfelpause machten wir uns auf demselben Weg wieder an den Abstieg. Der Schnee sorgte dabei noch einmal für einige spannende und lustige Momente. Zurück am Mooserboden kehrten wir erneut im Bergrestaurant ein und konnten uns von der anstrengenden Tour erholen. Am späten Nachmittag kam es dann zum gemeinsamen Abschluss unseres Wochenendes: Brigitte und die anderen Bergsteiger des Alpenvereins trafen ebenfalls wieder am Mooserboden ein. Gemeinsam fuhren wir mit dem Bus und dem Schrägaufzug zurück zum Kesselfall-Parkhaus. Danach lag noch die lange Heimfahrt nach Schwarzach vor uns. Hinter uns lagen zwei abwechslungsreiche Tage mit Klammwanderung, Rodelbahn, Pool, Trampolinspringen, Minigolf und schließlich einer richtigen Bergtour durch tiefen Schnee. Ein anstrengendes, aber wunderschönes Familienwochenende, an das wir uns sicher noch lange erinnern werden.

